Wie viele Menschen bringen auch wir gewissenhaft die Kleidung, die wir nicht mehr wollen, zu Altkleider-Containern – in der Annahme, dass sie an Bedürftige weitergegeben wird. Aber in der Sendung „Sur le Front", die am Sonntag, den 19. Dezember 2021, auf France 5 ausgestrahlt wurde, erfahren wir, dass mehr als die Hälfte der in diesen Containern gesammelten Kleidung ins Ausland geschickt wird, vor allem nach Afrika, wo sie das Leben von Millionen Menschen belasten. Allein in Ghana, mit seinen 30 Millionen Einwohnern, kommen jede Woche 15 Millionen Kleidungsstücke an, von denen 40 % am Ende auf offenen Mülldeponien landen. Diese quellen so sehr über, dass die Kleidung in die Kanalisation gelangt und sich schließlich am Strand und im Ozean ansammelt. Was dieser Dokumentarfilm deutlich macht, ist, dass Afrika zur Mülldeponie der Wegwerfmode geworden ist. Dieser Textilmüll stammt vor allem aus der „Fast Fashion", die uns ständig neue Kleidung zu sehr niedrigen Preisen anbietet. Wegen dieser Wegwerfmode kaufen wir zu viel: im Schnitt 42 Kleidungsstücke pro Jahr! Besser angezogen sind wir deshalb nicht – wir tragen unsere Kleidung nur kürzer und werfen sie schneller weg. Wir werfen so viel weg, dass Frankreich diese Textilberge nicht mehr bewältigen kann und sie ins Ausland schicken muss. Und das ist nicht das einzige Problem dieser Fast Fashion:
Sie beschleunigt die Klimaerwärmung : Die Herstellung von Kleidung verursacht Treibhausgasemissionen. Weil sie zu viel produziert, ist die Textilindustrie heute für zwischen 2 und 8 % der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich.
Sie beutet Menschen auf der ganzen Welt aus : Textilarbeiter am anderen Ende der Welt werden extrem schlecht bezahlt. Fast Fashion ist regelmäßig in menschliche Tragödien verwickelt, wie die Ausbeutung der Uiguren.
Sie verschmutzt die Länder, die diese Textilmüll-Ladungen empfangen, aber auch die, die die Kleidung produzieren, wie Bangladesch, wo giftige Stoffe direkt in Flüsse geleitet werden.
Sie schafft Arbeitslosigkeit in Frankreich : Die Verlagerung der Textilindustrie hat in Frankreich in 25 Jahren 300.000 Arbeitsplätze vernichtet.
Sie ist unfairer Wettbewerb für die französischen Hersteller : Der Lohn eines Textilarbeiters in Bangladesch liegt bei 80 € im Monat, in Äthiopien bei 23 €. Wie sollen französische Unternehmen gegen ein solches Sozialdumping bestehen können?
Sie gefährdet die Sortierbranche in Frankreich : Weil Kleidung gesammelt wird, die in Frankreich keinen Wert hat, ist das wirtschaftliche Gleichgewicht der Textilsortierbranche stark gefährdet.
Trotz der großen Ankündigungen der Modemarken steigen die von der Textilindustrie produzierten Mengen – und damit die Umweltbelastung – immer weiter. Wenn nichts unternommen wird, wird die Fast Fashion weiter wachsen und dabei immer mehr Abfall, Umweltverschmutzung und Elend erzeugen. Um aufzuhören, unseren Textilmüll nach Afrika zu schicken, müssen wir die Infrastruktur aufbauen, um ihn vor Ort zu verwalten, aber vor allem müssen wir der Wegwerfmode mit Gesetzen „den Hahn zudrehen"! Die Bewegung En Mode Climat, zu der auch Loom gehört, ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, der sich für Gesetzesänderungen einsetzt, damit die Textilindustrie wirklich gegen den Klimawandel vorgeht. Deshalb fordern wir von Barbara Pompili, der damaligen französischen Umweltministerin, folgende Maßnahmen:
Ein Bonus-Malus-System einführen, wie es das bereits in der Automobilbranche gibt, mit bis zu 5 € für die schlimmsten Kleidungsstücke. Diese Öko-Abgabe soll die umweltschädlichsten Praktiken bestrafen sowie Marken, die zu Überkonsum anregen (hemmungslose Kollektionswechsel, künstliche Rabattaktionen, lächerlich niedrige Preise).
Die Zahl der importierten Fast-Fashion-Kleidungsstücke begrenzen in Frankreich, wie es bis 2005 der Fall war.
Aufhören, unseren Müll nach Afrika zu schicken, und die Infrastruktur und Absatzmöglichkeiten entwickeln, um ihn vor Ort, in Frankreich, zu verarbeiten.
Fast Fashion ist für niemanden gut: nicht für den Planeten, nicht für die Arbeiter, nicht für die Beschäftigung, nicht für die Menschen in den Ländern, in die wir unseren Müll schicken. Manche Marken und Verbraucher versuchen, etwas zu verändern, aber ihre Bemühungen reichen nicht aus, wenn sie nicht von staatlichem Handeln begleitet werden. Barbara Pompili kann die Maßnahmen ergreifen, um die Ausbreitung dieses zerstörerischen Modells zu stoppen. Wir haben mehrfach versucht, ihr Ministerium darauf aufmerksam zu machen, konnten es bisher aber nicht überzeugen, entschlossene Maßnahmen zu ergreifen. Ohne echte Mobilisierung der Bürger werden die Lobbyisten der Fast Fashion immer wieder Gesetze verhindern können, die versuchen, sie zu regulieren. Aber wenn wir zu Tausenden diesen Aufruf unterschreiben und in den sozialen Netzwerken teilen, können die Medien ihn aufgreifen, und die Politik wird uns zuhören.
- Anteil ins Ausland geschickter Kleidung: le Relais - Zahlen Ghana: The OR Foundation - Treibhausgasemissionen Textil: McKinsey, Quantis, WRI - Verlorene Arbeitsplätze: INSEE - Lohn Bangladesch: Éthique sur l'étiquette - Lohn Äthiopien: Stern Center for Business and Human Rights der New York University - Wirtschaftliches Gleichgewicht der Sortierbranche: FEDEREC
Verbessert man ein Gerät, wird es billiger oder einfacher zu bedienen – und am Ende verbraucht man noch mehr davon.
Und das funktioniert bei jeder Menge Dingen:
Das Auto
Die Heizung von Wohnungen
5G
Die Straßen
Der TGV
Und natürlich gilt das auch für die Textilbranche. Dass wir uns heute so viele Klamotten kaufen, liegt vor allem daran, dass Tausende Maschinen die Handarbeit ersetzt und die Preise für Kleidung drastisch gesenkt haben. Je schneller die Maschinen weben, desto billiger die Stoffe, desto mehr kaufen wir. Als man die Wollfäden noch von Hand am Spinnrad gesponnen hat, hielt das die Leute davon ab, sich 10 T-Shirts im Jahr zu kaufen.
All diese Rebound-Effekte wurden in zahlreichen wissenschaftlichen Studien beschrieben. Das Problem hat auch Jean-Marc Jancovici großartig auf den Punkt gebracht, mit diesem Satz :
« Bei dieser Sache verwechselt jeder den Energieverbrauch pro Kaffeemaschine mit dem Gesamtenergieverbrauch aller Kaffeemaschinen. Was zählt, ist der Gesamtenergieverbrauch aller Kaffeemaschinen. »
Trotzdem arbeitet man, um die ökologische Krise zu bewältigen, fast ausschließlich an noch effizienteren Motoren, noch ausgefeilteren Technologien, noch besser gedämmten Gebäuden. Auch im Textilbereich ist das so. Um die Emissionen in der Herstellungsphase zu senken, betrachtet einer der maßgeblichen Berichte zu diesem Thema (Fashion on Climate von der Beratungsfirma McKinsey) ausschließlich technologische Lösungen – und geht an keiner Stelle auf die Anreize zum Konsum ein, die doch im Zentrum des Problems stehen.
Verstehen wir uns nicht falsch: Mehr Effizienz zu suchen kann durchaus nützlich sein, aber unsere Priorität muss Suffizienz sein.
Zusammengefasst: Es geht nicht in erster Linie darum, wie man den Boiler besser beheizt …
Es geht darum, den Boiler zu verkleinern.
Wer sind wir, dass wir das behaupten? Du bist hier auf La Mode à l’Envers, dem Blog der Kleidungsmarke Loom. Die Textilindustrie hat sich gründlich verstrickt – und die Rechnung zahlt der Planet. Deshalb erklären wir dir hier alles, was wir über die Branche herausfinden. Denn langlebige Kleidung herzustellen ist gut – aber aufdecken, teilen und inspirieren bewirkt noch viel mehr. Wir machen niemals Werbung: Wenn dir gefällt, was wir schreiben, und du mehr davon willst, kannst du unseren Newsletter hier abonnieren. Versprochen, wir schreiben dir höchstens einmal im Monat.
Es ist so weit! Hier ist er endlich, der lang ersehnte:
Es ist Zeit für das Du-du-duell! Kannst du es auch kaum erwarten?
Nachdem du unseren letzten Artikel über die Gargouilles gelesen hast, haben mir einige von euch geschrieben: “Also, sag mal, und die anderen angeblich natürlichen und öko Waschmittel, was taugen die eigentlich?”Also habe ich verschiedene Waschmethoden getestet, die man als "alternativ" und "natürlich" bezeichnen kann, und hier sind meine Ergebnisse. Aber vorher müssen erst mal die Kontrahenten vorgestellt werden:
In der rechten Ecke … das Asche-Waschmittel!
Ahnst du schon, worauf die Metapher hinausläuft?
Vor noch gar nicht so langer Zeit wusch man seine Wäsche mit Holzasche, weil sie natürlicherweise Pottasche enthält (einer der Bestandteile von Seife) und als hervorragendes Fleckenmittel galt.
Ein Asche-Waschmittel selbst herzustellen ist also ganz einfach (vorausgesetzt, du kommst überhaupt an Asche):
Mische in einem Glas eine Portion Wasser mit einer Portion Asche,
Lass es 2 Tage ziehen und rühre dabei 3-mal täglich um,
Filtere die Mischung durch ein Tuch, sodass nur die Flüssigkeit übrig bleibt,
Fertig.
Du wirst feststellen, dass die Flüssigkeit nach 2 Tagen Ziehzeit ziemlich zähflüssig geworden ist und in ihrer Textur an klassisches Waschmittel erinnert. Dein Unterbewusstsein wird dir wahrscheinlich einflüstern, dass gleiche Textur auch gleiche Wirksamkeit bedeutet … Kein Spoiler, aber: Das stimmt nicht.
2. Kandidat: Waschnüsse
Sie waren vor einigen Jahren total angesagt und galten als DIE ökologischste Lösung, um Wäsche zu waschen. Inzwischen sind sie ziemlich schwer zu bekommen, fast so, als hätte man sie aus den Bio-Regalen genommen, um stattdessen Waschbälle hineinzustellen (die bekanntlich zu nichts nutze sind) …
Waschnüsse sind die Früchte des Sapindus mukorossi, auch "Seifenbaum" genannt, und enthalten einen emulgierenden und reinigenden Wirkstoff: Saponin.
Um seine Wäsche mit Waschnüssen zu waschen, ist es wieder einmal ganz einfach:
Fliege kurz nach Indien, um die Früchte eines Baums zu pflücken, der dich nie um irgendetwas gebeten hat,
Steck die Nüsse in ein Stoffsäckchen,
Leg das Säckchen in die Trommel deiner Waschmaschine und starte ein Baumwollprogramm bei 30 °C,
Erneuere die Nüsse alle 2 Waschgänge.
Man darf meine Neutralität gegenüber den Sapindus-Nüssen zu Recht anzweifeln, das gebe ich zu.
Letzter Herausforderer: das Efeu-Waschmittel
Efeu enthält, genau wie Waschnüsse, Saponin und kann deshalb ebenfalls zu Waschmittel verarbeitet werden.
Pflücke und wasche 10 junge Efeublätter,
Koche die Blätter 15 Minuten lang in 20 cl Wasser,
Nimm den Topf vom Herd und lass die Flüssigkeit 2 Tage lang ziehen,
Filtere die Mischung durch ein Tuch in ein Glas, sodass nur die Flüssigkeit übrig bleibt (dabei wird die Flüssigkeit schäumen).
Die Gegner steigen in den Ring.
Seit meinem Artikel über die Gargouilles habe ich mein Testprotokoll leicht verbessert. So bin ich vorgegangen, um diese 3 Waschmittel zu vergleichen:
Ich habe aus einem weißen Betttuch aus 100 % Baumwolle 5 Tücher mit 30 cm Kantenlänge zugeschnitten,
Ich habe diese Tücher nacheinander mit den 3 existierenden Fleckenarten verschmutzt: fettige Flecken (Olivenöl), enzymatische Flecken (geschmolzene Zartbitterschokolade) und oxidierbare Flecken (Rotwein). Ich habe darauf geachtet, dass jeder Fleck auf jedem Tuch das gleiche Gewicht und den gleichen Durchmesser hatte,
Ich überlasse es dir, herauszufinden, was was ist.
Ich habe 15 Minuten gewartet, keine Minute länger,
Ich habe meine Tücher in der Maschine mit einem klassischen 30 °C-Programm gewaschen und dabei nacheinander verwendet: eine Dosis konventionelles Waschmittel, eine Dosis Leitungswasser, ein Säckchen mit 10 Waschnüssen, eine Dosis Efeu-Waschmittel, eine Dosis Asche-Waschmittel.
Ich habe die Tücher an der frischen Luft im Schatten trocknen lassen.
Wenn man sich nur auf die Wirksamkeit der Waschmittel beim Entfernen der Flecken stützt (1 = das beste, 5 = das schlechteste):
Das konventionelle Waschmittel liegt auf Platz eins, nicht weit dahinter der Außenseiter: das Efeu-Waschmittel, und auf Platz drei die Sapindus-Nüsse. Bitter für das Asche-Waschmittel, das abgeschlagen Letzter wird, gleichauf mit reinem Wasser.
Wenn man weitere Faktoren wie Preis, Herkunft sowie Einfachheit von Herstellung und Anwendung mit in die Waagschale wirft (denn mein Ziel ist nicht, aus dir eine Caroline Ingalls zu machen, die den ganzen Tag mit Wäschewaschen verbringt), wird die Rangliste meiner Meinung nach objektiver:
Das Efeu-Waschmittel schafft es dann auf Platz eins, gleichauf mit dem konventionellen Waschmittel. Leitungswasser klettert auf Platz drei, weit vor dem Asche-Waschmittel und den Waschnüssen.
Was bleibt von diesem hitzigen Match hängen?
Darauf hätte ich vor meiner Recherche nicht gewettet, aber meine Tests zeigen, dass Efeu-Waschmittel und Waschnüsse besser funktionieren als das Waschen ohne Waschmittel, besonders bei bestimmten Fleckenarten: enzymatische Flecken wie Schokolade beim Efeu-Waschmittel und oxidierbare Flecken wie Rotwein bei den Waschnüssen. Trotzdem kommen sowohl die reine Wirksamkeits-Rangliste als auch die umfassendere Rangliste zum gleichen Schluss: Das gute alte konventionelle Waschmittel, das man im Laden kauft, ist am wirksamsten – trotz seines Preises und obwohl es nicht in deinem Garten wächst (es wird meistens in Frankreich hergestellt, auch wenn das nicht immer auf der Flasche steht).
Meiner Meinung nach muss man etwas nicht gleich heiligsprechen, nur weil es an einem Baum wächst, erst recht nicht, wenn es aus den hintersten Winkeln des Himalayas kommt. Umgekehrt muss man einem Produkt nicht misstrauen, nur weil es aus einer Fabrik kommt, vor allem wenn man in einem Land lebt, das den Einsatz von Chemikalien reguliert, insbesondere für den Hausgebrauch. Wenn du wirklich nur biologisch Abbaubares in deinen Abfluss geben willst, denk daran: Waschen mit reinem Wasser ohne Waschmittel reinigt auch, und das reicht meistens für leicht verschmutzte Alltagskleidung.
P.S.: Warum ich kein Waschmittel aus Seifenspänen getestet habe? Das Ziel dieses Tests war es, ausschließlich Waschmethoden zu vergleichen, die so, wie sie sind, in der Natur wachsen. Deshalb habe ich kein selbstgemachtes Waschmittel auf Basis von Seifenspänen in meinen Testlauf aufgenommen. Ohne mich groß mit dem Thema beschäftigt zu haben, vermute ich, dass diese Art von Waschmittel ziemlich wirksam sein dürfte, fast so gut wie konventionelle Waschmittel. Ich habe nur so meine Zweifel, was die Verkalkung der Rohre angeht, die diese Art von Waschmittel verursachen kann. Wenn ich schon sehe, wie schnell meine Dusche verkalkt, sobald ich ein festes Seifenstück benutze (von kaltverseiften Seifen rede ich gar nicht erst …), vermute ich, dass es sich mit einem Waschmittel aus Seifenspänen ähnlich verhält. Falls du eine fundiertere Meinung als ich dazu hast, schreib mir gern an hello@loom.fr, ich bin ganz Ohr! P.P.S.: Übrigens, für alle Wortliebhaber: Im Französischen unterscheiden sich „tâche“ (mit Dachzeichen – bedeutet „Aufgabe“, „Arbeit“, „Plackerei“) und „tache“ (ohne Dach – ein Synonym für „Fleck“) nur durch ein kleines Hütchen. Mach dir also nicht zu viel Mühe („tâche“), um hartnäckige Flecken („taches“) mit Waschnüssen zu entfernen. Nimm lieber klassisches Waschmittel … Wortliebhaber, gute Nacht.
Wer bin ich, um dir etwas über die Pflege deiner Kleidung zu erzählen? Ich heiße Claire und bin bei Loom für die Produktion zuständig. Im Grunde versuche ich, Lieferengpässe auf unserer Website zu vermeiden (okay, das klappt noch nicht perfekt, aber ich arbeite daran), und ich sorge während der gesamten Fertigungsschritte dafür, dass die Kleidungsstücke unseren Qualitätsansprüchen entsprechen. Außerdem begeistert mich alles, was die Lebensdauer unserer Kleidung verlängert: Pflege, Reparatur und andere Omas Hausmittel. Ich liebe es, Kleidungsstücken „kleine Extraportionen Seele“ zu verpassen, sie zu überarbeiten, zu reparieren und ihnen eine neue Chance zu geben, wenn sie sonst niemand mehr will. Auf diesen Seiten versuche ich, dir das weiterzugeben, was ich weiß und was dir nützlich sein könnte. Noch eine letzte Sache: Alle Tricks, die du auf dieser Seite findest, habe ich wirklich selbst ausprobiert und persönlich sichergestellt, dass sie funktionieren (mit anderen Worten: Das ist keine Copy-paste-Sammlung aus dem Internet). Falls du neue Tricks hast, die du mir vorschlagen möchtest, hinterlasse gerne einen Kommentar unter diesem Artikel.
Wir hatten dir eine perfekte Badeshorts versprochen…
22. Juni 2017: Die ersten Loom-Kunden erhielten einen Newsletter voller Versprechen.
Tja, für die Jüngeren unter euch: Das ist unser altes Logo.
2017 haben wir unsere erste Badeshorts auf den Markt gebracht und ehrlich geglaubt, dass sie in der Schwimmbad-Szene für Wellen sorgen würde (lol). Schließlich wurde der Stoff in Frankreich hergestellt, war dank einer „Dryspeed"-Behandlung wasserabweisend, das Innennetz hatte eine Teflon -Behandlung für mehr Weichheit, und – ultimative Revolution – es gab sogar eine Reißverschlusstasche an der Seite für die Schlüssel. Wir sahen uns schon Speedo aufkaufen.
Wir haben Demut gelernt
Aber da wir systematisch das Feedback der Menschen einholen, die unsere Produkte kaufen – einen Monat nach Erhalt, damit sie sie schon mehrmals getragen haben –, holte uns die Realität schnell ein. Und – Spoiler – sie fanden die Badeshorts bei Weitem nicht so perfekt, wie wir sie angekündigt hatten.
Insgesamt war es kein schlechtes Produkt (die Kunden gaben im Schnitt 4 von 5), aber es gab trotzdem einiges zu verbessern:
Bei etwa zehn Kunden bekam das Netz Löcher (falls das bei dir der Fall war und wir uns nicht bei dir gemeldet haben, schreib uns an hello@loom.fr)
Die Badeshorts trocknete nicht so schnell wie gedacht
Das Material war zu steif
Das Etikett kratzte
Sie war an den Oberschenkeln zu eng
Wir haben uns wieder rangesetzt
Am meisten Zeit hat es uns gekostet, bei der Entwicklung der 2. Generation dieser Badeshorts herauszufinden, warum dieses ?!*$ Netz Löcher bekam. Tatsächlich war nicht das Netz zu empfindlich, sondern die Verarbeitung war falsch: Das Netz war direkt in den Bund eingenäht, und die Steppnähte schwächten es. Um Löcher zu vermeiden, musste das Netz also über einen schmalen Zwischenstoffstreifen mit dem Bund verbunden werden.
Wie konnte unserem Hersteller so ein Anfängerfehler passieren? Weil er sich nicht auf Badeshorts spezialisiert hatte.
Also haben wir eine neue Fabrik gesucht, die sich nur darauf konzentriert. Nicht ganz einfach, denn alle empfohlenen Fabriken lagen in Tunesien oder der Türkei (dort wird ein Großteil der in Frankreich verkauften Badeshorts hergestellt). Für uns zu weit weg. 2020 hat sich die Lage endlich geklärt: Wir haben in Portugal die Fabrik Be Simple gefunden, familiengeführt und bodenständig, die uns gezeigt hat, dass sie gute Arbeit leisten kann.
Auf der Suche nach dem richtigen Material
Einer der entscheidenden Faktoren bei einer Badeshorts ist die Trockenzeit. Aber eine wasserabweisende Behandlung kam nicht mehr infrage: Die basieren oft auf PFC, chemischen Verbindungen, die alles andere als cool sind und die Umwelt über Jahrhunderte belasten können.
Und in dieser Sache scheinst du unserer Meinung zu sein.
Damit die Badeshorts also schnell trocknet, aber ohne chemische Behandlung, mussten wir ein Material finden, das leicht genug ist, um „natürlich" zu trocknen. Bei der französischen Fabrik Sofileta sind wir fündig geworden: ein Material, das leichter ist als das unserer alten Badeshorts (120 g/m2 statt 140 g/m2), aber trotzdem robust. Wir haben uns für die recycelte Version entschieden: Das Polyester dieser Badeshorts wird in Norditalien aus gebrauchten Plastikflaschen hergestellt. Genauso beim Netz.
Achtung: Recyceltes Polyester ist keine Lösung für die ökologischen Probleme der Textilbranche, mehr Infos hier.
Wir waren uns bei der Beständigkeit des recycelten Materials nicht sicher, also haben wir die Farbechtheit im Labor getestet – das hat uns beruhigt: 5/5 bei Chlorwasser und 4/5 bei UV-Strahlung. Aber auch nichts Außergewöhnliches: Alle anderen Badeshorts, die wir getestet haben, erzielen ungefähr die gleichen Ergebnisse, von Fast Fashion bis zum Premiumsegment. Kurz gesagt: Die Färbung ist von guter Qualität, aber das ist der Marktstandard.
Und die anderen Probleme?
Wir haben uns auch daran gemacht, alle anderen Probleme zu lösen, die uns die Kunden gemeldet hatten:
Wir haben den Schnitt überarbeitet, damit er nicht nur schmalen Oberschenkeln passt
Wir haben das kratzende Etikett im Rücken entfernt und stattdessen ein ton-in-ton gesticktes Logo am Oberschenkel angebracht
Wir haben eine ziemlich dünne Kordel gewählt, damit sie schnell trocknet (denn oft ist der Stoff trocken, aber der Bund bleibt wegen einer zu dicken Kordel feucht)
Wir haben den Reißverschluss der Seitentasche entfernt, der ein bisschen an den Händen wehtat: Wir haben ihn an die Gesäßtasche verlegt, damit deine Schlüssel sicher sind
Wir haben zwei kleine bestickte Ösen hinten an der Badeshorts hinzugefügt, damit die Luft entweichen kann, wenn du springst
Und hier ist die 2. Generation unserer Badeshorts.
Das Problem mit dem ausleiernden Gummizug
Als wir dich gefragt haben, warum du deine Badeshorts irgendwann wegwirfst, haben uns viele von einem völlig ausgeleierten Bundgummi erzählt.
Dieses Phänomen kann an Hitze liegen (Sonne oder Trockner), aber auch an einer chemischen Reaktion, die in deinem Schwimmbad abläuft: Chlor tötet nicht nur Bakterien, es greift auch Elasthan an.
Gute Nachricht: Es gibt zwei super einfache Dinge, die du tun kannst, damit der Bund deiner Badeshorts nicht drei Größen verliert:
Spüle deine Badeshorts nach dem Schwimmen IMMER mit klarem Wasser aus
Steck deine Badeshorts NIEMALS in den Trockner
Diese Tipps gelten für alle deine Badeshorts. Wenn du sie befolgst, hält sogar deine super billige Badeshorts jahrelang.
Nein, diese Badeshorts ist nicht perfekt
Wir versprechen dir nicht, dass diese Badeshorts perfekt sein wird: Manche werden sie zu weit finden, andere zu eng, manche werden sie zu glänzend finden, andere meinen, sie trockne nicht schnell genug, und so weiter. Übrigens bereuen wir diese Rede von der Perfektion, die wir dir vor ein paar Jahren gehalten haben: Ein perfektes Kleidungsstück gibt es nicht. Je mehr wir über Textilien lernen, desto klarer wird uns, dass kein Kleidungsstück allen gefallen kann. Und was auch immer wir tun, kein Kleidungsstück wird je ewig halten. Schließlich haben wir verstanden, dass Über-Versprechen ein Anreiz ist, dich zum Kauf von Dingen zu verleiten, die du nicht unbedingt brauchst – und dass das das Schlimmste ist, was man für den Planeten tun kann.
Wir haben einfach eine Badeshorts gemacht, die aller Voraussicht nach ziemlich robust und gut geschnitten ist, lokal in Frankreich und Portugal hergestellt, und die ihren Zweck erfüllen sollte. Aber ganz ehrlich: Wenn du schon eine hast, geh einfach weiter – trag deine so lange wie möglich. Und spül sie nach dem Schwimmen gut aus ;) Falls sie eines Tages wirklich nicht mehr tragbar ist, ist unsere immer noch da.
Wer sind wir, dass wir das behaupten? Du bist hier auf La Mode à l’Envers, dem Blog der Kleidungsmarke Loom. Die Textilindustrie hat sich gründlich verstrickt – und die Rechnung zahlt der Planet. Deshalb erklären wir dir hier alles, was wir über die Branche herausfinden. Denn langlebige Kleidung herzustellen ist gut – aber aufdecken, teilen und inspirieren bewirkt noch viel mehr. Wenn dir gefällt, was wir schreiben, und du mehr davon willst, kannst du unseren Newsletter hier abonnieren. Versprochen: Wir schreiben selten und spammen nie.
Ach, man kann ein Kleidungsstück zu Hause neu färben?
Diese Art Textilfarbe gibt es im Supermarkt für die gängigsten Farben wie Marineblau und Schwarz. Kommt dir das bekannt vor? Genau, das sind die Farben von 99 % unserer Kleidungsstücke! Für “originellere” Farben wie Camel oder Khaki findest du die Farbe im Internet. Und wenn du nicht genau den passenden Farbton für dein Kleidungsstück findest, kannst du es auch in einer anderen, dunkleren Farbe färben – das Ergebnis ist genauso schön. Du solltest nur bedenken, dass der Nähfaden deiner Kleidung aus Synthetikmaterial besteht und sich daher nicht wie der Rest des Kleidungsstücks verfärbt, siehe das Foto der Jeans weiter unten. Wenn du dein khakifarbenes T-Shirt marineblau färbst, hast du am Ende ein T-Shirt mit marineblauem Stoff, aber khakifarbenen Nähten – das kann sehr hübsch aussehen (oder auch nicht, das musst du selbst entscheiden).
Bevor wir zum eigentlichen Thema kommen – nämlich wie Textilfarbe funktioniert –, hier unsere Tipps, damit die Farbe deiner Kleidung nicht an Intensität verliert:
Wasche deine Kleidung seltener (leicht gesagt bei einem Sweatshirt oder einer Chino, schwieriger bei einem T-Shirt),
Bevorzuge melierte Farben, bei denen das Verblassen weniger auffällt,
Wasche helle und dunkle Kleidung nach Möglichkeit getrennt,
Vermeide es, deine Kleidung in praller Sonne zu trocknen.
Test der verschiedenen Färbemittel: Ist dir Wirkung oder Ökologie wichtiger?
Da die Zusammensetzung von Supermarkt-Textilfarben in der Regel nicht besonders sauber ist (das gilt auch für die in der Textilindustrie verwendeten Farbstoffe), habe ich nach einer Marke mit umweltfreundlicherer Zusammensetzung gesucht. Getestet habe ich daher die Farbe der Marke “la Droguerie écologique”, denn ihre Zusammensetzung entspricht dem GOTS-Biosiegel. Ich habe sie benutzt, um eine Chino zu färben, die durch das Ausbleichen stark marmoriert war (das war die erste Generation der Loom-Chino, seitdem haben wir uns deutlich verbessert). Das Ergebnis nach dem Färben ist nicht perfekt, und es bleiben ein paar Stellen, die die Farbe nicht erreicht hat:
Parallel dazu habe ich die Farbe der Marke Ideal an einem Polo mit Sonnencremeflecken getestet. Das Ergebnis war deutlich gleichmäßiger als bei der Öko-Farbe, und das Polo kam wie neu aus meiner Waschmaschine:
Zusammen mit dem Polo habe ich außerdem eine alte Jeans gefärbt, die mir an den Knien zu verwaschen war, und die Farbe hat ihr einen echten Frischekick verpasst. Auf den Fotos unten sieht man gut, dass der Nähfaden aus Synthetikmaterial besteht und nicht wie der Rest der Jeans aus Baumwolle – er hat seine Farbe daher nicht verändert und ist braun geblieben:
Aufgrund dieser Tests kann ich dir Folgendes empfehlen:
Bei einem stark verblassten Kleidungsstück: die Marken Dylon und Ideal, erhältlich im Supermarkt in der Abteilung für Pflegeprodukte / Schuhcreme. Ihre Zusammensetzung ist überhaupt nicht ökologisch, aber sie verpassen “optisch gealterter” Kleidung einen echten Frischekick und helfen so dabei, den Kleiderschrank seltener mit neuen Produkten aufzufüllen,
Bei einem leicht verblassten Kleidungsstück: die Marke La Droguerie Écologique, erhältlich im Bioladen und im Internet.
Anleitung zum Neufärben zu Hause
Wenn du keine eigene Waschmaschine hast, kannst du leider keine Textilfarbe im Waschsalon verwenden. Du kannst aber auf die Farben derselben Marken zurückgreifen, die von Hand in einer Schüssel angewendet werden. Ein Farbtopf kostet etwa 7 €, und damit kannst du ein “schweres” Kleidungsstück wie eine Chino färben oder drei “leichte” Kleidungsstücke wie ein T-Shirt (oder in meinem Fall ein Polo plus eine Jeans).
In jeder Farbschachtel liegt eine ausführliche Anleitung, die dir Schritt für Schritt erklärt, wie es geht. Aber im Grunde ist es kinderleicht:
Gib die Kleidungsstücke, die du färben möchtest, in deine Waschmaschine und breite sie in der Trommel so weit wie möglich aus: Vermeide es, sie zusammengeknüllt zu lassen,
Öffne den Farbbeutel (Achtung, das versteht sich eigentlich von selbst, aber ich sage es lieber deutlich: Der Inhalt des Beutels färbt ENORM ab),
Leere den Beutel nicht aus, sondern lege ihn einfach mit der Öffnung nach oben in die Trommel, oben auf deine Kleidungsstücke,
Starte ein normales Baumwollprogramm bei 40 °C,
Öffne am Ende des Programms die Maschine, entferne den leeren Beutel, gib Waschmittel dazu und starte erneut ein normales Baumwollprogramm bei 40 °C,
Nimm am Ende dieses zweiten Durchgangs deine Kleidungsstücke heraus und lasse sie trocknen,
Wasche direkt danach keine Weißwäsche, falls noch ein paar Farbpigmente in der Trommel zurückgeblieben sind. Wasche zuerst normale / bunte Wäsche, danach kannst du wieder gefahrlos Weißwäsche waschen,
Und fertig!
Wer bin ich, dass ich dir von Kleidungspflege erzähle? Ich heiße Claire und bin bei Loom für die Produktionsverfolgung zuständig. Im Grunde versuche ich, Lieferengpässe auf unserer Website zu vermeiden (na ja, noch klappt das nicht perfekt, aber ich arbeite daran), und ich stelle während der gesamten Fertigung sicher, dass die Kleidungsstücke unseren Qualitätsansprüchen entsprechen. Außerdem liegt mir alles am Herzen, was die Lebensdauer unserer Kleidung verlängert: Pflege, Reparatur und andere Omas Hausmittel. Ich gebe Kleidungsstücken gerne ein “bisschen mehr Seele”, arbeite sie um, repariere sie, gebe ihnen eine neue Chance, wenn sie sonst niemand mehr will. Auf diesen Seiten versuche ich, dir das weiterzugeben, was ich weiß und was dir nützlich sein könnte. Noch etwas: Alle Tipps, die du auf dieser Seite findest, habe ich wirklich selbst ausprobiert und mich persönlich vergewissert, dass sie funktionieren (mit anderen Worten: Das ist kein Copy-paste aus Internetrecherchen). Wenn du neue Tipps für mich hast, hinterlasse gerne einen Kommentar unter diesem Artikel.
Wer sind wir, dass wir das behaupten? Du bist hier auf La Mode à l’Envers, dem Blog der Kleidungsmarke Loom. Die Textilindustrie hat sich gründlich verstrickt – und die Rechnung zahlt der Planet. Deshalb erklären wir dir hier alles, was wir über die Branche herausfinden. Denn langlebige Kleidung herzustellen ist gut – aber aufdecken, teilen und inspirieren bewirkt noch viel mehr. Wir machen nie Werbung: Wenn dir gefällt, was wir schreiben, und du mehr davon willst, kannst du unseren Newsletter hier abonnieren. Versprochen, wir schreiben höchstens einmal im Monat.
Wenn du hier gelandet bist, dann logischerweise, weil sich bei einem deiner Pullover die Enden (im Fachjargon auch „Bündchen“ oder „Ribs“ genannt) etwas ausgeleiert haben. Die gute Nachricht: Wir haben festgestellt, dass sich dieses Problem ziemlich einfach lösen lässt, indem man sie mit einem Bügeleisen (oder einem Dampfglätter, falls du einen hast) mit Dampf besprüht.
Der Beweis in Bildern an einem Wollpullover (denn wie schon Konfuzius sagte: „Ein GIF sagt mehr als tausend Worte“):
Und falls du nach diesem Trick mit dem Ergebnis nicht zu 100 % zufrieden bist, kannst du deine Bündchen anschließend in eine Schüssel mit kochendem Wasser tauchen – dann sollten sie sich noch um ein paar Millimeter zusammenziehen.
Dieser Trick funktioniert an den Ärmelbündchen deiner Pullover, aber auch am Kragen und am unteren Abschluss:
Nicht wenig stolz auf unsere Entdeckung, haben wir die Methode auch an anderen Materialien als Wolle getestet, und siehe da, sie funktioniert auch bei Bündchen aus 100 % Baumwolle richtig gut:
Bei Bündchen aus Acryl oder bei den Baumwoll-Elasthan-Bündchen von Sweatshirts/Hoodies funktioniert sie dagegen überhaupt nicht. Wenn du die Bündchen deiner Sweatshirts und Hoodies enger machen möchtest, musst du sie zur Schneiderei um die Ecke bringen: Dort können sie für etwa zehn Euro komplett aufgetrennt und um ein paar Zentimeter gekürzt werden.
Wer bin ich, um dir etwas über die Pflege deiner Kleidung zu erzählen? Ich heiße Claire und bin bei Loom für die Produktion zuständig. Im Grunde versuche ich, Lieferengpässe auf unserer Website zu vermeiden (okay, das klappt noch nicht perfekt, aber ich arbeite daran), und ich sorge während der gesamten Fertigungsschritte dafür, dass die Kleidungsstücke unseren Qualitätsansprüchen entsprechen. Außerdem begeistert mich alles, was die Lebensdauer unserer Kleidung verlängert: Pflege, Reparatur und andere Omas Hausmittel. Ich liebe es, Kleidungsstücken „kleine Extraportionen Seele“ zu verpassen, sie zu überarbeiten, zu reparieren und ihnen eine neue Chance zu geben, wenn sie sonst niemand mehr will. Auf diesen Seiten versuche ich, dir das weiterzugeben, was ich weiß und was dir nützlich sein könnte. Noch eine letzte Sache: Alle Tricks, die du auf dieser Seite findest, habe ich wirklich selbst ausprobiert und persönlich sichergestellt, dass sie funktionieren (mit anderen Worten: Das ist keine Copy-paste-Sammlung aus dem Internet). Falls du neue Tricks hast, die du mir vorschlagen möchtest, hinterlasse gerne einen Kommentar unter diesem Artikel.
Das Leder unseres Gürtels ist pflanzlich gegerbt. Wir haben uns vor allem deshalb dafür entschieden, weil im Gegensatz zu einer klassischen Gerbung kein Chrom zum Einsatz kommt, dessen Rückstände giftig sein können (auch wenn bei einem in Europa gegerbten Leder wenig Risiko besteht, wie wir in diesem Artikel erklärt haben). Das Besondere an pflanzlich gegerbtem Leder ist, dass es mit der Zeit eine Patina bekommt: Die Farbe wird dunkler, und das Leder bekommt Gebrauchsspuren und Kratzer. Die Zeit verleiht diesem Gürtel also eine ganz eigene Persönlichkeit.
Aber wenn du hier bist, dann wahrscheinlich, weil du nicht willst, dass sich dein Gürtel eine allzu ausgeprägte Persönlichkeit zulegt. Hier also ein paar Tipps, damit er nicht zu schnell Patina ansetzt:
Fette deinen Gürtel einmal im Jahr
Das Wichtigste, was du verstehen musst: Leder besteht zu etwa 5 % aus Fetten – sie sind es, die ihm seine Geschmeidigkeit und Widerstandsfähigkeit verleihen. Entweichen sie, trocknet das Leder aus und bekommt Risse. Dein Ziel ist also einfach: das Leder fettig halten.
Dazu musst du das Leder deines Gürtels regelmäßig „nähren“ – mindestens einmal im Jahr. Idealerweise mit einer pflegenden Ledercreme. Achtung: So verlockend es auch ist, verwende keine Kosmetikcreme wie Nivea. Kosmetikcremes sind wässrige Emulsionen, die 70 oder 80 % Wasser enthalten können, was auf Dauer die Fette aus dem Leder herauslöst und es rissig macht. Das ist also genau das Gegenteil des gewünschten Effekts!
Kaschiere Kratzer
Der erste Schritt ist, den richtigen Farbton Schuhcreme zu finden. Was die Marke angeht, empfehle ich dir Famaco: eine Marke, die sich auf Lederpflegeprodukte spezialisiert hat, in Frankreich hergestellt und angesichts der Qualität ihrer Produkte preislich fair.
Für unseren cognacfarbenen Gürtel empfehlen wir dir idealerweise den Farbton Brun (aber jede braune Schuhcreme sollte es auch tun).
Für unseren schwarzen Gürtel empfehlen wir dir idealerweise den Farbton Noir (aber jede schwarze Schuhcreme tut es auch).
Es gibt nichts Befriedigenderes, als genau den richtigen Farbton Schuhcreme zu finden, oder? (Oder liegt das nur an mir?)
So gehst du vor:
Entstaube deinen Gürtel mit einem sauberen Tuch (oder mit dem Ärmel deines Pullovers, versprochen, wir verraten es nicht),
Tupfe ein weiteres Tuch (zum Beispiel ein altes T-Shirt) in die Schuhcreme. Nimm nur eine ganz kleine Menge auf und trage sie über die gesamte Länge des Gürtels auf (nicht nur auf der verkratzten Stelle),
Wiederhole Schritt 2, bis der Kratzer verschwunden ist,
Lass es 5 Minuten trocknen,
Poliere deinen Gürtel mit einem weichen Tuch oder mit einer feinen Strumpfhose (ein guter Trick, um gelaufenen Strumpfhosen ein zweites Leben zu geben). Dieser Schritt bringt die frisch aufgetragene Schuhcreme zum Glänzen – so, als würdest du eine Oberfläche mit ganz feinem Schleifpapier polieren,
Und das war's!
P.S.: Oder du bringst deinen Gürtel einfach zu deinem Schuster, der sich für weniger als 5 Euro darum kümmert.
Wer bin ich, dass ich dir etwas über die Pflege deiner Kleidung erzähle? Ich heiße Claire und kümmere mich bei Loom um die Produktion. Im Grunde versuche ich, Lieferengpässe auf unserer Website zu vermeiden (okay, das klappt noch nicht perfekt, aber ich arbeite daran), und ich stelle während der gesamten Fertigung sicher, dass die Kleidung unseren Qualitätsanforderungen entspricht. Außerdem liebe ich alles, was die Lebensdauer unserer Kleidung verlängert: Pflege, Reparatur und andere Omas Hausmittel. Ich gebe Kleidungsstücken gerne ein bisschen „Extra-Seele", arbeite sie um, repariere sie, gebe ihnen eine zweite Chance, wenn sie sonst niemand mehr will. Auf diesen Seiten versuche ich, dir das weiterzugeben, was ich weiß und was dir nützlich sein könnte. Noch etwas: Alle Tipps, die du auf dieser Seite findest, habe ich wirklich selbst ausprobiert und mich persönlich vergewissert, dass sie funktionieren (mit anderen Worten: Das ist kein Copy-Paste aus Internetrecherchen). Wenn du neue Tipps für mich hast, hinterlasse gerne einen Kommentar unter diesem Artikel.
Spionagepixel: Warum wir beschlossen haben, dir bei Loom nicht mehr nachzuspionieren
veröffentlicht am
September 4, 2026
Aktualisiert am
September 14, 2026
Lesezeit
3
Minuten
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Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Französisch geschrieben, unserer Muttersprache. Falls dir eine Formulierung holprig vorkommt, entschuldige bitte – und schreib uns gern an hello@loom.fr, damit wir die Übersetzung verbessern können.
Wir haben die individuelle Messung von E-Mail-Öffnungen per Tracking-Pixel abgeschaltet – und erklären dir, warum.
In den letzten Wochen hast du bestimmt jede Menge Newsletter bekommen, die dir von ihrem « Tracking-Pixel » erzählen, samt Button zum Widersprechen (das liegt daran, dass die CNIL gerade entschieden hat, dass diese Pixel wie Browser-Cookies sind: Man muss dich über ihren Einsatz informieren und um deine Zustimmung bitten).
Aber was ist eigentlich ein Tracking-Pixel? Ein leeres, transparentes, winziges Bild (es ist ein Pixel breit und ein Pixel hoch). Jedes Mal, wenn du eine E-Mail öffnest, meldet dieser kleine Spitzel das dem Absender (samt Uhrzeit und Gerät, auf dem du gerade bist). Daher auch der Spitzname « Spionagepixel ».
Der Code eines Tracking-Pixels
Warum Marken sie nutzen? Für alles Mögliche:
Wenn du nur E-Mails zu einem bestimmten Thema öffnest, bekommst du nur noch dieses Thema (warum nicht)
Wenn du oft öffnest, wirst du als « engagierter Leser » eingestuft und bekommst noch mehr E-Mails (hm, schon nerviger)
Wenn du nicht geöffnet hast, bekommst du dieselbe E-Mail ein paar Tage später noch einmal, mit anderem Betreff (nicht cool)
Wenn du gar nichts mehr öffnest, exportiert die Marke deine E-Mail-Adresse zu Insta, Google und YouTube, um dort dein Profil zu finden und dich auf diesen Plattformen mit Werbung zu bespielen (gar nicht cool).
Bei Loom machen wir nichts davon: keine automatischen Erinnerungsmails, keine Segmentierung nach deinen Öffnungen (können wir sowieso nicht, und wir haben keine Lust, es zu lernen), kein Export deiner Adresse zu Instagram, um dir Werbung anzuzeigen (weil wir keine Werbung machen). Und da wir es uns verbieten, zum Konsum anzustacheln, brauchen wir all diese Funktionen eigentlich gar nicht.
Deshalb haben wir sie abgeschaltet: die individuelle Messung von E-Mail-Öffnungen per Tracking-Pixel. Anders gesagt: Wir wissen nicht mehr, wer unsere E-Mails öffnet und wann. YEYEYEYE FREEDOM!
Das heißt auch, dass wir die « Öffnungsrate » unserer Newsletter nicht mehr messen. Um zu wissen, ob das, was wir schreiben, gut ist, bleiben uns andere Kennzahlen wie die Abmelderate … oder deine Antworten (die immer willkommen sind): Wenn ein Newsletter mies ist, merken wir das sehr schnell ;-)
Die Commission nationale de l'informatique et des libertés, die französische Datenschutzbehörde, die darüber wacht, dass Informationstechnologie weder die menschliche Identität noch die Menschenrechte, die Privatsphäre oder die individuellen und öffentlichen Freiheiten verletzt.
Eine Information behalten wir trotzdem, weil wir sie brauchen und die CNIL uns erlaubt, sie ohne deine Zustimmung zu speichern: das Datum, an dem du zuletzt eine E-Mail von uns geöffnet hast (nicht die Uhrzeit, nicht wie oft, nicht den Inhalt … nur ein Datum, das bei jedem neuen Öffnen überschrieben wird). Wir nutzen es für genau eine Sache: dich von unserer Liste zu nehmen, wenn du unsere Mails schon lange nicht mehr öffnest – damit Gmail oder Outlook Loom nicht irgendwann als Spam einstufen.
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