Bettwäsche made in France, die nicht die Welt kostet: Das geht

Bettwäsche made in France, die nicht die Welt kostet: Das geht

Bettwäsche made in France
Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Französisch geschrieben, unserer Muttersprache. Falls dir eine Formulierung holprig vorkommt, entschuldige bitte – und schreib uns gern an hello@loom.fr, damit wir die Übersetzung verbessern können.

Heute bringen wir unsere erste Bettwäsche heraus. Und sie ist made in France. Wir erklären dir, warum diese Entscheidung für uns möglich war.

Weißt du, wo der Großteil der in Frankreich verkauften Bettwäsche hergestellt wird? Bei mehr als der Hälfte lautet die Antwort: Pakistan. Wegen der Konkurrenz aus Billiglohnländern gibt es in Frankreich nämlich kaum noch Fabriken für Bettwäsche. Als uns das klar wurde, wollten wir unseren Teil dazu beitragen, dass die letzten französischen Fabriken durchhalten. Zumal wir gemerkt haben, dass wir diese Bettwäsche zu Preisen verkaufen können, die gar nicht so weit von denen der Ware vom anderen Ende der Welt entfernt sind. Wie das?

Grund Nr. 1: Bettwäsche ist ein einfaches Produkt

Erstens ist der Unterschied bei den Herstellungskosten zwischen Bettwäsche made in France und made in Pakistan viel kleiner als bei Kleidung. Denn auch wenn man für Bettwäsche einige Maschinen braucht (Webstühle, Färbemaschinen …), fällt viel weniger Näharbeit an als etwa bei einem Hemd. Man muss keine Dutzende Stoffteile zusammennähen – es geht vor allem um Säume und Details der Verarbeitung. Kurz gesagt: Bei Heimtextilien fallen die hohen französischen Arbeitskosten weniger ins Gewicht als bei der Herstellung von Kleidung (falls dich das Thema interessiert: Wir haben einen ganzen Artikel darüber geschrieben).

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Säume nähen bei Vogimex, unserer Konfektionsfabrik in den Vogesen im Nordosten Frankreichs (nein, das auf dem Foto ist nicht unsere Bettwäsche)

Grund Nr. 2: Auf dem Markt gibt es "Überqualität"

Auf dem Bettwäschemarkt werben Marken oft mit Baumwollperkal mit “120 Fäden pro cm2” als Qualitätsargument. Der Unterschied zu einem Perkal mit 80 Fäden: Die Fäden sind feiner. Und je feiner die Fäden, desto teurer der Stoff.

Stimmt schon: Feinere Fäden machen den Stoff weicher. Aber bei unseren Labortests haben wir gemerkt, dass er dadurch auch etwas weniger widerstandsfähig gegen Löcher und Risse wird.

Versteh uns nicht falsch: Bettwäsche aus Baumwollperkal ist weich und von super Qualität, egal ob mit 80 oder 120 Fäden (in beiden Fällen sind die Fäden schon sehr fein). Aber wir finden, dass Perkal mit 80 Fäden der bessere Kompromiss ist: Damit können wir hochwertige Bettwäsche anbieten, die nicht nur günstiger und robuster, sondern auch atmungsaktiver und knitterärmer ist (je feiner die Fäden, desto mehr knittert der Stoff – und mal ehrlich, wer bügelt schon gern seine Bettwäsche?).

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Perkal mit 80 vs. 120 Fäden: das Duell (Ergebnisse unserer Labortests)

Grund Nr. 3: Wir kalkulieren mit einer niedrigen Marge

Und schließlich: Dass wir diese Bettwäsche zu erschwinglichen Preisen anbieten können, liegt an unserem Geschäftsmodell. Unsere Marge ist niedrig, weil wir keine Kollektionen machen (die Geld für Entwicklung und unverkaufte Ware kosten würden), keine Werbung (deren Kosten wir auf die Produkte umlegen müssten) und keine Rabattaktionen (wegen derer wir den Rest des Jahres teurer verkaufen müssten). 

Kurz gesagt: Diese Bettwäsche made in France können wir zu Preisen verkaufen, die mit dem Rest des Premiummarkts mithalten: 80 bis 90 € für den Bettbezug, 35 bis 40 € für das Spannbettlaken, 18 € für den Kissenbezug. Zumal sie aus Bio-Baumwolle ist (GOTS-zertifiziert), während die meiste in Frankreich verkaufte Bettwäsche aus konventioneller Baumwolle besteht (also mit Pestiziden vollgepumpt).

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Versprochen: Die Wahl der 3 Farben war keine Absicht

Und wir sind sehr stolz, dass wir sie in den Vogesen herstellen lassen, in drei Fabriken, die sich mit hochwertiger Bettwäsche bestens auskennen: 

  • Tissage Mouline Thillot, eine Weberei, die in moderne Maschinen investiert hat, um wettbewerbsfähig zu bleiben, als viele Fabriken nach Asien abwanderten. 
  • Crouvezier, unsere Färberei, die sehr schnell reagiert hat, als die (unvermeidlichen) Pannen in der Produktion auftraten ... 
  • Und dann Vogimex, wo unsere gesamte Bettwäsche mit viel Sorgfalt genäht wurde und wo man selbst während der Schneestürme im Januar in den Vogesen weitergearbeitet hat (so etwas soll es seit 10 Jahren nicht gegeben haben).

Versprochen: Der Ringkampf mit dem Bettbezug lohnt sich.

Quelle: Französischer Zoll
Lies den Artikel Insectocalypse auf unserem Blog, um das Problem mit Pestiziden und Baumwolle zu verstehen.

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