Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Französisch geschrieben, unserer Muttersprache. Falls dir eine Formulierung holprig vorkommt, entschuldige bitte – und schreib uns gern an hello@loom.fr, damit wir die Übersetzung verbessern können.

Unsere Mission ist es, die Modeindustrie zu verändern – auch ihre Finanzierungsmodelle. Damit wir ein ethisches Unternehmen bleiben können, haben Hunderte von Menschen in Loom investiert, und keine Investmentfonds. Und alles begann mit der Veröffentlichung dieses Artikels im März 2019.

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Das Zeitalter des Wachstumswettlaufs

Man verändert keine Branche, ohne sich eine grundlegende Frage zu stellen: Woher kommt das Geld?

Wenn man eine Firma gründet, gibt es zwei Strategien:

1/ Die Startup-Strategie, also exponentielles Wachstum mit dem Anspruch, schnell die Welt zu erobern
2/ Die Mittelstands-Strategie, also ein Unternehmen aufzubauen, das sich langsam, aber sicher entwickelt

Keine der beiden Visionen ist besser als die andere: Die beiden Modelle entsprechen einfach zwei unterschiedlichen Denkweisen.

Aber heute scheint es, als würden sich die meisten Menschen, die eine Firma gründen, diese Frage gar nicht erst stellen: Sie wollen ein Startup gründen. Weil die Medien nur davon reden, weil es auf Partys cooler klingt (na ja, auf manchen Partys) und weil es sie potenziell sehr reich machen kann.

Diese Startups sammeln in der Regel Kapital, das heißt, sie bitten Investmentfonds (= eine Institution, die große Summen fremden Geldes anlegt, um möglichst viel Rendite herauszuholen) um Geld. Um dieses Geld zurückzuzahlen, müssen diese Fonds das in die Startups investierte Geld – mit möglichst hoher Rendite – nach 4 bis 10 Jahren wieder herausholen. Das kann auf drei Arten geschehen:

1/ Indem man das Startup weiterverkauft an ein anderes Unternehmen.
2/ Indem man das Startup an einen anderen Investmentfonds weiterverkauft.
3/ Indem man es an die Börse bringt (seltener).

In keinem Fallkann das Startup ein unabhängiges Unternehmen bleiben (außer vielleicht in dem extrem seltenen Fall, dass sich das Unternehmen selbst verschuldet, um seine Unabhängigkeit zurückzukaufen). Durch die Kapitalaufnahme muss es so schnell wie möglich wachsen, um sich so teuer wie möglich weiterzuverkaufen. Das ist der Wachstumswettlauf. Natürlich sind manche Fonds geduldiger als andere und begleiten Gründerinnen und Gründer auch durch schwierige Zeiten, aber das langfristige Ziel bleibt dasselbe: so bald wie möglich mit dem größtmöglichen Gewinn weiterverkaufen.

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Das Lieblingsbild der Investmentfonds: der Rennwagen (wenn es nicht die Rakete ist).

Für bestimmte Unternehmenstypen ist dieses schnelle Wachstum unverzichtbar, vor allem wenn sehr schnell eine "kritische Masse" erreicht werden muss: zum Beispiel bei Airbnb, das Touristinnen und Touristen viele Angebote und Wohnungsbesitzenden viel Nachfrage bieten muss.

Das eigentliche Problem ist, dass sich heute zu viele neu gegründete Unternehmen als Startups verstehen. Sie nehmen Kapital auf und begeben sich dann in einen Wachstumswettlauf, der für sie deutlich mehr Risiken als Vorteile birgt.

Wenn man Dinge zu schnell macht, macht man sie schlechter

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Faster, aber nicht stronger oder better.

In einer Studie mit über 3.000 Startupshaben Forschende der Stanford University gezeigt, dass die Hauptursache für das Scheitern genau das verfrühte Wachstum war.

Stell dir vor, du hast gerade mehrere Millionen Euro eingesammelt. Wenn dein Unternehmen nicht schnell genug wächst, sitzt du in der Falle. Du wirst eher Werbung schalten als dein Produkt verbessern, eher ein Vertriebsteam einstellen als ein Entwicklungsteam, und so weiter.

Erinnerst du dich an Groupon? Nach einem Jahr wurde der Wert des Unternehmens auf 1 Milliarde Dollar geschätzt. Heute ist davon nur noch ein Schatten übrig. Warum? Weil das Unternehmen, statt die Geschäfte angemessen zu vergüten, alles in Werbung und internationale Expansion gesteckt hat.

Schnelles Wachstum gefährdet die Chancen auf nachhaltiges Wachstum.

Wie bei einem Baum, der keine Zeit hatte, feste Wurzeln zu schlagen, schafft zu schnelles Wachstum Schwachstellen, die das Unternehmen dem ersten Sturm schutzlos ausliefern. Für die Investierenden ist das nicht so schlimm: Da ihre Investitionen auf Dutzende Startups verteilt sind, reicht es, wenn eines davon "funktioniert", um den Absturz von 15 anderen auszugleichen … Für die Menschen, die ihren Job verlieren, wenn das Unternehmen dichtmacht, ist das schon unangenehmer.

Aber diese Fragilität der Startups ist nur das kleinere Übel. Ihr schnelles Wachstum wirft drei weitere, viel beunruhigendere Probleme auf.

Die Kollateralschäden des schnellen Wachstums

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Da haben wir's: Irgendwann musste es ja so weit kommen.

Die Verbraucherinnen und Verbraucher zahlen drauf

Es gibt einen Begriff, der im Silicon Valley sehr angesagt ist: Blitzscaling (das "Blitzwachstum"). Dabei geht es darum, so schnell wie möglich zu wachsen, um die Konkurrenz zu zerquetschen – und das, ohne unbedingt den besten Service oder das beste Produkt zu bieten.

Wie bei Leihautos/-fahrrädern/-scootern oder Lieferdiensten auf Abruf. Wächst Uber weiter? Für die Kundschaft ändert das nichts. Die Wartezeit ist schon so kurz, dass neue Fahrerinnen und Fahrer sie nicht mehr spürbar verkürzen. Aber je größer Uber wird, desto größer die Chance, die Konkurrenz zu verdrängen … also investiert das Unternehmen immer mehr in Marketing und Werbung.

Deliveroo und Uber Eats haben Take Eat Easy und Foodora mit massiver Werbung auf Facebook oder in der U-Bahn verschwinden lassen. Und sobald eines dieser beiden Startups eine Monopolstellung erreicht hat, holt es sich sein Geld vielleicht über den Preis der Mahlzeiten, die Löhne der Lieferantinnen und Lieferanten oder die Provisionen der Restaurants zurück.

Kurz gesagt: Heute ist es billig, aber morgen zahlen wir wahrscheinlich den vollen Preis.

Stress und Druck für die Belegschaft

Mit diesem Wachstumswettlauf kann das Arbeitstempo in Startups absurd werden. Besondere Erwähnung verdient Nikolay Storonsky, Gründer der Online-Bank Revolut, der von seinen Teams verlangt, 12 bis 13 Stunden am Tag zu arbeiten, und der erklärt: "Ich verstehe nicht, wie ein Privatleben einem dabei helfen soll, ein Startup aufzubauen" (sic). Das trifft natürlich nicht auf alle Startups zu, aber wenn die Gründerinnen und Gründer nicht aufpassen, können die Arbeitszeiten schnell die Work-Life-Balance der Angestellten gefährden.

Eine teure Rechnung für die Gesellschaft

Diese mit dem Geld von Investmentfonds gedopten Startups verändern unsere Jobs und Gewohnheiten in einem beispiellosen Tempo. So schnell, dass die Gesellschaft keine Zeit hat, sich anzupassen. Ja, Uber hat in wenigen Jahren Hunderttausende Fahrerjobs geschaffen … aber es wird sie noch schneller wieder vernichten, sobald es das autonome Fahren einführt. Wie sollen Staaten diese Menschen schützen, die von heute auf morgen arbeitslos werden? (Und von der Prekarität all dieser neu geschaffenen Jobs reden wir noch gar nicht, wie zum Beispiel denen, die darin bestehen, Autos zu fahren, Essen auszuliefern oder Roller-Akkus aufzuladen). Startups entstehen oft mit dem Ziel, die Welt besser zu machen, aber ihr Finanzierungsmodell kann manchmal genau das Gegenteil bewirken.

Und der Planet zahlt die Zeche

Vor allem aber wachsen diese Unternehmen so schnell, dass sie keine Zeit haben, ihre Umweltauswirkungen zu messen (sofern sie das überhaupt interessiert). Sie denken in Jahren, während sich die Umweltfolgen in Jahrzehnten oder Jahrhunderten bemessen. Beispiel: Indem sie Millionen Schrotträder herstellen, die am Ende auf Mülldeponien landen, denken Bikesharing-Startups kaum an die Erschöpfung der Metallvorräte.

Der Zeithorizont der Natur ist nicht der eines Investmentfonds.

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Yvon Chouinard, Gründer von Patagonia (1969, wie dieser großartige Schnurrbart bezeugt).

So lobenswert die ursprünglichen Werte der Gründerinnen und Gründer auch sein mögen, der Wachstumswettlauf macht sie zunichte.

Ohne ethische Finanzierung kann es kein ethisches Unternehmen geben.

Oft wird Patagonia als ultimatives Beispiel für ein ethisches Unternehmen genannt, das sich extrem für den Umweltschutz einsetzt und mit heute über 2.000 Angestellten unternehmerisch erfolgreich ist. Aber würde die Marke noch existieren, hätte sie ein zügelloses Wachstum aufrechterhalten müssen, selbst auf Kosten der Qualität? Wahrscheinlich nicht. Als das Unternehmen 1991 beschloss, sein jährliches Wachstum auf 5% zu begrenzen, welcher Investmentfonds hätte diese Entscheidung akzeptiert?

Patagonia gehört niemand anderem als seinen Gründern, und genau das garantiert seine Handlungsunabhängigkeit (und erlaubt es dem Unternehmen, damit zu drohen, Trump zu verklagen).

Und Loom in dieser ganzen Geschichte?

Wir sagen es dir ganz deutlich:

Wir wollen kein Startup sein.

Denn in der Textilindustrie ist der Wachstumswettlauf besonders gefährlich:

  • Er zerstört den Planeten.
  • Er schadet den Menschen.
  • Er verschlechtert die Qualität der Kleidung.
  • Er treibt den Überkonsum an.

Wird Loom eines Tages das Engagement-Niveau von Patagonia erreichen können? Wir arbeiten mit Hochdruck daran, aber sicher ist nichts. Nehmen wir dagegen auf klassische Weise Kapital auf, ist eines sicher: Wir werden es nie schaffen.

Wir wollen bei einem Produkt monatelang ausverkauft sein können, wenn wir der Meinung sind, dass unsere Prototypen noch nicht gut genug sind.

Wir wollen unsere Website am Black Friday schließen können, um die Absurdität dieser Rabattaktionen anzuprangern.

Wir wollen auf Bio-Baumwolle umsteigen und unsere Marge senken können, wenn das der Preis dafür ist.

Wir wollen uns Luft machen und dir die Kehrseite der Medaille zeigen können, ohne Angst zu haben, eine potenzielle Käuferin oder einen potenziellen Käufer abzuschrecken.

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Wutausbruch, Beispiel Nr. 6.

Und trotzdem wollen wir wachsen

Trotzdem sind wir überzeugt, dass man wachsen muss, um wirklich etwas zu verändern.

Erstens, um der Nachfrage gerecht zu werden: Heute sind unsere Produkte schon wenige Wochen nach dem Verkaufsstart ausverkauft. Für manche Marken mag das eine Strategie sein, für uns ist das nur eine vorübergehende Situation.

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Ja, wir wissen …

Zweitens ist eine größere Unternehmensgröße unsere Chance, die Modeindustrie wieder richtig herum zu drehen. Je größer wir werden, desto mehr Gewicht bekommt unsere Stimme – sowohl beim Konsum als auch bei der Herstellung. Wir träumen davon, dass langlebige Kleidung eines Tages die Norm ist und nicht mehr die Ausnahme. Wir wollen, dass eine Produktion in Bangladesch undenkbar wird. Wir wünschen uns, dass Umweltbewusstsein im Herzen der Textilindustrie steht und sich nicht nur in der Schaffung eines CSR-Postens direkt nach einem Umweltskandal erschöpft.

Kurz gesagt, wir müssen wachsen. In unserem eigenen Tempo wachsen, ohne Kompromisse bei Qualität oder Ethik, wachsen in dem Wissen, dass unser Wachstum nicht endlos sein soll, sondern uns auf eine ausreichende Größe bringen soll. Und um zu wachsen, braucht Loom Geld.

"Aber warum braucht ihr Geld, wenn immer mehr Leute bei euch kaufen?"
Exzellente Frage, Dominique.

Um Produkte auf Lager zu haben, bestellen und bezahlen wir sie bei denjenigen, die sie herstellen, bevor wir sie verkaufen können. Diese zeitliche Lücke, dieser "Betriebsmittelbedarf", ist die Ursache unseres Kapitalbedarfs. Je mehr wir wachsen, desto größer wird dieser Bedarf (bis zu einer gewissen Grenze).

Werde Aktionär oder Aktionärin von Loom

Zu sehen, wie unsere Community Anteile an unserem Unternehmen übernimmt, das wünschen wir uns sehr. Von Anfang an wirkst du bei der Entwicklung der Kleidung mit, bei ihrer Verbesserung, dabei, die Marke bekannt zu machen. Der logische nächste Schritt1 ist, dir die Möglichkeit zu geben, Aktionärin oder Aktionär von Loom zu werden.

Deshalb starten wir eine Crowdfunding-Kapitalrunde, an der du (und im Grunde jeder) teilnehmen kannst.

"Aber was bekomme ich dafür, wenn ich bei euch investiere (außer einem guten Gewissen)?"
Dominique, du stellst wirklich eine gute Frage nach der anderen.

Das ist total einfach: Wir zahlen dir Dividenden aus. Nein, das ist kein Schimpfwort, und nein, das ist nicht nur etwas für dicke Herren, die Zigarren rauchen.

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Klassisches Foto von Aktionärinnen und Aktionären, die in einem normalen Unternehmen Dividenden erhalten.

Sobald wir genug Gewinn machen, zahlen wir dir einen Teil davon aus2. Nach und nach, Jahr für Jahr, kannst du deine ursprüngliche Investition zurückbekommen und (hoffentlich) noch mehr. Wir wollen dir nichts vormachen: Wir geben unser Bestes, aber es ist möglich, dass wir scheitern oder dass es lange dauert. Investiere also nur, was du bereit bist zu verlieren.

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Klassisches Foto von Aktionärinnen und Aktionären, die bei Loom Dividenden erhalten.

Du kannst schon ab 100 Euro Aktionärin oder Aktionär von Loom werden. Ist dir das zu viel? Dann investiere nicht. Unsere Fragebögen zu beantworten, unsere Kleidung zu kaufen, uns zu sagen, wie wir sie verbessern können, uns in den sozialen Medien zu folgen – damit hilfst du uns schon sehr. Du kannst außerdem diesen Artikel auf Facebook teilen, auf Twitter oder auf LinkedIn.

Wenn du Loom folgst, dann findest auch du, dass in der Textilwelt etwas nicht stimmt. Um Teil der Lösung zu sein, müssen wir ändern, wie wir uns kleiden. Aber auch, wie unsere Unternehmen funktionieren.

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Update April 2019

Man sagte uns, Kleinaktionärinnen und -aktionäre wären nur Ärger. Dass Crowdfunding keine gute Idee sei. Dass wir nicht genug Geld einsammeln würden. Dass große Investitionen einfach praktischer seien. Aus den oben genannten Gründen haben wir dich trotzdem gebeten, bei Loom zu investieren.

Es hat nur 3 Tage gedauert, um 700.000 Euro einzusammeln. Mehr als 600 Menschen haben mitgemacht. Das Team von LITA.co kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Unsere Kampagne sollte eigentlich bis Ende April laufen. Tatsächlich war sie schon am 31. März um Mitternacht abgeschlossen.

Ihr habt uns die Freiheit gegeben, die wir brauchten, um weiterzumachen. Wir werden uns nie in einen absurden Wachstumswettlauf begeben müssen. Niemand wird von uns verlangen, Loom so teuer wie möglich weiterzuverkaufen. Und wir werden unsere Überzeugungen auch nicht verschweigen, aus Angst, potenzielle Investorinnen und Investoren abzuschrecken. Kurz gesagt, wir haben gewonnen. Und wir haben so viele unterstützende Nachrichten bekommen, dass uns eines klar geworden ist: Kleinaktionärinnen und -aktionäre sind kein Ärger, sie sind eine riesige Stärke.

Dank eurer Unterstützung kann Loom seinen Kampf fortsetzen. Dank euch, die ihr investiert habt. Aber auch dank euch, die ihr unsere Kleidung kauft, unsere Fragebögen beantwortet, uns sagt, wie wir uns verbessern können. Euch, die ihr euren Freunden von uns erzählt, die ihr unsere Newsletter lest, die ihr unsere Artikel teilt. Kurz gesagt, dank euch allen, die ihr euch auf die eine oder andere Weise in diesem Projekt engagiert. Heute ist Loom nicht mehr nur unsere Marke, sondern auch eure.

Julia Faure und Guillaume Declair, Mitgründerin und Mitgründer von Loom

Anmerkungen

1 Wir haben außerdem drei weitere Finanzierungswege genutzt: 1/ Bankkredite: Wir arbeiten mit einer ethischen Bank, der Nef, die sich auf Projekte mit sozialem oder ökologischem Nutzen konzentriert (andere Banken laufen weg, sobald wir sagen, dass wir online verkaufen). 2/ Sogenannte "Evergreen"-Fonds, die ihr Geld nicht an ihre eigenen Investierenden zurückzahlen müssen und uns deshalb kein schnelles Wachstum aufzwingen. Das entsteht gerade erst, aber sie investieren – bisher – in viel größere Firmen als uns. 3/ "Business Angels": Menschen, die in der Vergangenheit oft schon selbst eine Firma gegründet haben und in andere Firmen investieren. Manche haben uns bereits zugesagt, bei Loom zu investieren.

2 Jedes Jahr haben wir drei Möglichkeiten, die Gewinne auszuschütten: Entweder wir reinvestieren sie in Loom, oder wir geben sie den Angestellten als Gewinnbeteiligung, oder wir zahlen sie als Dividenden an die Aktionärinnen und Aktionäre aus, entsprechend der Anzahl ihrer Anteile.

Wer sind wir, dass wir das behaupten?

Du bist hier auf La Mode à l’Envers, dem Blog der Kleidungsmarke Loom. Die Textilindustrie hat sich gründlich verstrickt – und die Rechnung zahlt der Planet. Deshalb erklären wir dir hier alles, was wir über die Branche herausfinden. Denn langlebige Kleidung herzustellen ist gut – aber aufdecken, teilen und inspirieren bewirkt noch viel mehr.

Wenn dir gefällt, was wir schreiben, und du mehr davon willst, kannst du unseren Newsletter hier abonnieren. Versprochen: Wir schreiben selten und spammen nie.
Natürlich können sich die Gründerinnen und Gründer ein paar Jahre lang gegen den Verkauf wehren … Aber in der Praxis ist das eher selten, und es gibt keine Garantie, dass die Fonds das akzeptieren. Eine Liquiditätsklausel – die in fast allen Investitionsvereinbarungen vorgesehen ist – erlaubt es dem Fonds theoretisch, den Weiterverkauf allein einzuleiten.
Meist nach mehreren aufeinanderfolgenden Finanzierungsrunden (wie zum Beispiel Criteo 2013 oder Showroomprivé 2015).
Manche sagen dir, das Startup könne die Anteile des Fonds mit einem Bankkredit zurückkaufen. Das ist zwar schon vorgekommen (zum Beispiel bei Wistia oder Buffer), aber in der Praxis ist es ziemlich kompliziert.
Bisher konnten wir dieses Problem dank Vorbestellungen ausgleichen, aber mittelfristig würden wir sie gerne abschaffen.

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