Wir haben die besten Polos auf dem Markt getestet. Und dann unseres gemacht.

Wir haben die besten Polos auf dem Markt getestet. Und dann unseres gemacht.

Nahaufnahme eines Polos
Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Französisch geschrieben, unserer Muttersprache. Falls dir eine Formulierung holprig vorkommt, entschuldige bitte – und schreib uns gern an hello@loom.fr, damit wir die Übersetzung verbessern können.

Ein Polozu machen, das geht uns schon eine ganze Weile im Kopf herum. Als wir uns endlich rangesetzt haben, war das im Januar … 2017. Was hat so lange gedauert?

Ein Team, das gewinnt

Anfang 2017 haben wir mit einer Fabrik Tests gemacht, um gleichzeitig unser Polo und unseren Hoodie zu entwickeln (beide Teile werden auf demselben Maschinentyp gestrickt).

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Eine Rundstrickmaschine, mit der sich alle feinmaschigen Stoffe herstellen lassen: T-Shirt, Polo, Hoodie...

Nach ein paar Monaten mussten wir uns der Realität stellen: Weder beim einen noch beim anderen Produkt war die Fabrik, mit der wir zusammenarbeiteten, auf der Höhe. Also haben wir uns nach einer besseren umgesehen. Wir ersparen dir die Details, aber nachdem wir rund zehn Fabriken besucht hatten, haben wir Jose-Pedro getroffen und gemerkt: Da gab es keine Diskussion. Mit ihm haben wir einen besonders robusten Hoodie hergestellt. Kurz gesagt, es war naheliegend, auch unser Polo mit ihm zu entwickeln.

Den richtigen Piqué entwickeln

Aus unserer kleinen Erfahrung und nachdem wir Dutzende Artikel zum Thema gelesen hatten, haben wir verstanden, dass beim Polostoff (den man "Piqué" nennt) meistens drei Dinge schiefgehen:

  • ein Kragen, der wellig wird;
  • eine Farbe, die verblasst;
  • ein Polo, das einläuft.

Wir haben mit einem Piqué aus 100% GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle angefangen, mit langen Fasern (wie immer) und ausreichender Dichte (240 g/m2), damit er möglichst wenig Knötchen bildet, beim Waschen nicht verblasst oder einläuft und der Kragen seine Form behält. Innerhalb weniger Wochen entwickeln wir einen Piqué aus sogenanntem "kompaktem" Garn, einer relativ neuen Spinntechnik, die den Stoff noch stabiler macht. Das Material wirkt schön und robust, jetzt muss es sich nur noch im Test beweisen..

.Links ein portugiesischer Piqué. Rechts ein spanischer Piqué.

Tests zu Hause

Normalerweise lassen wir unsere Prototypen in spezialisierten Laboren testen. Aber bestimmte Verschleißarten wie ein wellig werdender Kragen oder ungleichmäßiges Verblassen (ziemlich typisch fürs Polo) lassen sich mit den Zahlenanalysen professioneller Labore nur schlecht erfassen. Also haben wir beschlossen, unser eigenes Testlabor einzurichten.

Das ist eigentlich gar nicht so kompliziert. Du brauchst:

  • eine Waschmaschine;
  • einen Wäschetrockner;
  • ein Maßband;
  • eine gute Kamera;
  • und gutes Licht.

Kauf dir rund zehn handelsübliche Polos: Fast Fashion, Marken, die für dieses Kleidungsstück stehen, Marken mit dem Ruf, ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten. Miss sie aus. Wasch sie. Steck sie in den Trockner. Miss sie erneut aus. Und das Ganze fünfmal hintereinander. Mach nach diesen fünf Wasch-Trocken-Zyklen ein Foto von den Polos. Und vergleiche.

Das, meine Dame, ist hausgemacht.

Machen Polomarken gute Polos? (Spoiler: nein)

Hier sind die Fotos der Polos verschiedener Marken nach 5 Wasch-Trocken-Zyklen:

Fotos in HD verfügbar unter diesem Link.

Was uns sofort ins Auge gesprungen ist, ist das Problem mit dem Verblassen: selbst bei Polos für über 100 Euro gibt es ziemlich skandalöse Ergebnisse (und vom Fast-Fashion-Polo reden wir gar nicht erst). Dasselbe gilt für die Kragenform: Die Qualität stimmt selten, egal wie viel man ausgibt.

Die andere Erkenntnis: Alle Polos (selbst die von guter Qualität) verlieren zwischen 5 und 13% an Länge. Das liegt eigentlich am Piqué selbst: Sogar das beste Polo der Welt läuft beim Waschen ein bisschen ein.

Fazit dieser Tests: Unser Polo läuft beim Waschen am wenigsten ein und landet bei der Farb- und Kragenbeständigkeit auf Platz zwei. Das heißt nicht, dass es nicht verblasst und der Kragen für immer so fest bleibt wie am ersten Tag (bei 100% Baumwolle ist das unmöglich), und auch nicht, dass es das beste Polo überhaupt ist. Es hält nur besser als die anderen, die wir getestet haben.

Die Details, die den Unterschied machen

Wie immer haben wir dir für die Verarbeitung einen Fragebogen geschickt. Und 1.700 von euch haben uns gesagt, was an euren Polos nicht funktioniert.

Noch ein Opfer von Desigual.

Wenig überraschend habt ihr euch massenhaft beschwert über Verblassen und die Kragenform. Ihr habt auch von Verformung des Stoffs und Verdrehen gesprochen. Mit der Qualität des Piqués, den wir entwickelt haben, sollte das alles kein Problem mehr sein.

Ihr habt auch das Problem mit dem Einlaufenerwähnt. Um das zu lösen, haben wir zwei Dinge gemacht: Wir lassen das Polo in der Fabrik vorwaschen, damit es schon vorgeschrumpft bei dir ankommt, und wir haben im Vergleich zu unserer üblichen Größentabelle etwas mehr Länge hinzugefügt, damit daraus nach drei Wäschen kein Crop-Top wird.

Eine Nachricht an alle, die vor 1996 geboren wurden: Ein Crop-Top sieht so aus.

Nachdem wir zwei Prototypen wie wild auseinandergezogen und zerrissen haben, haben wir Verstärkungsnähte über den seitlichen Schlitzen hinzugefügt. Und weil mehrere von euch Löcher an der Knopfleiste erwähnt haben, haben wir dieselben Nähte wie bei hochwertigen Polos verwendet.

Und schließlich wollen einige von euch, dass die Ärmel des Polos die Bizeps umschmeicheln. Wir haben die Öffnung etwas enger geschnitten als im Durchschnitt: Wenn du genug Eisen stemmst, solltest du diesen kleinen Zug an deinen Muskeln spüren.

Beim Stil habt ihr euch für einen tailliert geschnittenen Fit und Knöpfe im gleichen Ton entschieden. Bei den Farben: Euer Top 3 war Marineblau, meliertes Grau und Schwarz.

Das Polo der 2. Generation: dasselbe, nur besser

(Update des Artikels: April 2021)

Nach einem Jahr tragen 97% der Käuferinnen und Käufer des Polos der 1. Generation es noch immer. Die zweite Generation ist genauso robust und außerdem:

- Es besteht aus Bio-Baumwolle (weil es anders gar nicht geht).
- Der Kragen ist hinten am Nacken niedriger.
- Die Naht am unteren Innensaum wurde verbessert, damit sie nicht ausfranst.

Der Preis liegt 5 Euro höher als beim Polo der 1. Generation, weil die Herstellung uns im Schnitt 20% mehr kostet.

(Update des Artikels: Juli 2022)

Das Polo gibt es jetzt in Marineblau, meliertem Grau und Weiß.

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Wer sind wir, dass wir das behaupten? 

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